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Links #6

April 12, 2010

Links für 2010-04-12

  • faz.net: Internet: Das Unbehagen an der Macht
      Evgeny Morozov: […] Wir fördern die Freiheit im Internet um der Freiheit willen.
      Morozov: […] Wenn wir uns aber nur darauf konzentrieren, wie sich Menschen vor, während und nach Wahlen mit Hilfe sozialer Medien koordinieren, dann entgehen uns viele andere, zumal die langfristigen Wirkungen des Internets auf das öffentliche, soziale und politische Leben in autoritären Staaten.

  • kurier.at: Jüngster [österreichischer] Akademiker über Bildung & Talent
      Lässt sich das nur auf die Bildung umlegen?
      [Marian Kogler:]
      Natürlich. Wenn wir jetzt in Bildung investieren, bekommen wir das in 20 bis 30 Jahren doppelt und dreifach zurück. Irgendwie versteht das niemand.
      Stichwort: Politikverdrossenheit der Jugend.
      Man hat das Gefühl, nicht gehört zu werden. Man demonstriert für bessere Studienbedingungen und nichts passiert. Man protestiert gegen das Schulsystem und nichts passiert. Man will etwas erneuern und nichts passiert. Die Rufe verhallen.

  • faz.net: Wir können Google beherrschen
      Google wird aber auch wegen einer Vielzahl von Aktivitäten kritisiert, die Datenschutz und Privatsphäre betreffen. Dies bezieht sich nicht nur auf Street View, sondern auch auf zwei Dienste, deren Technik und Zulässigkeit für Laien nicht leicht nachzuvollziehen sind: zum einen die bis zu achtzehnmonatige Speicherung von Suchabfragen, zum anderen das Webanalyse-Werkzeug Analytics, das auf knapp der Hälfte der 10 000 meistgenutzten deutschen Websites installiert ist, jede dort besuchte Seite an Google-Server im Ausland übermittelt und durch die Speicherung von Internetprotokoll-Adressen die Erstellung website-übergreifender Bewegungsprofile ermöglicht. Dabei ist die Regel, dass ohne Verbindungdaten zwar der Rechner, nicht aber die Person identifizierbar ist – und nur, wenn keine dynamischen IP-Adressen verwendet werden.

  • sueddeutsche.de: Theater: Amok an Schulen
  • spiegel.de: Britischer Online-Wahlkampf: Machtlos gegen die Ohrfeigen-Maschine
      Wer heutzutage nur stümperhaft mit digitaler Technologie umgehen kann, gilt als nicht regierungswürdig.
      Ach, so ist das.
      Eine Erfindung, die zum Ventil für Politikverdrossene werden soll, ist das Slap-O-Meter der Londoner Werbeagentur Albion. Die Anwendung lässt User die drei Spitzenkandidaten Brown, Cameron und den Liberaldemokraten Nick Clegg ohrfeigen – der Cursor fungiert als Hand. Die Macher hoffen, dass die Seite vor allem während der drei geplanten Fernsehdebatten Zulauf findet: Zuschauer sollen hier die Kandidaten für besonders dämliche Sätze live abstrafen können. Zähler und Grafiken zeigen, wer der Unbeliebteste der Drei ist.