Posts Tagged ‘märchen’

h1

Festgefahrener Sandmann

April 15, 2010

Bei manchen Büchern tu ich mir schwer. So auch bei Hoffmanns Sandmann, den ich seit diesem Blogeintrag schon gefühlte fünf Mal zu lesen angefangen, aber bisher kein einziges Mal beendet habe. Eigentlich ist dieses Ding ja nicht mal ein richtiges Buch, mit seinen 40und Seiten. Aber es ist so unhandlich wie.. wie.. mir fällt kein Vergleich ein. Es gebärdet sich beinahe wie Herr der Ringe, was den Zeitaufwand zum Lesen angeht.
Es ist, als bräuchte ich mehrere Tage für eine Seite, weil der Text so klebrig und langweilig ist, dass ich kaum vom Fleck komme.

Jedenfalls, eh – was ich eigentlich sagen will:

    Denn meiner gedachtest Du wohl recht lebhaft, als Du Deinen letzten Brief an Bruder Lothar absenden wolltest und die Aufschrift, statt an ihn an mich richtetest. Freudig erbrach ich den Brief und wurde den Irrtum erst bei den Worten inne: »Ach mein herzlieber Lothar!«

Ich erbrech hier auch gleich was..

Advertisements
h1

Aktuell zu lesen II #5

März 26, 2010
    Ludwig Tieck: Der blonde Eckbert

    In einer Gegend des Harzes wohnte ein Ritter, den man gewöhnlich nur den blonden Eckbert nannte. Er war ohngefähr vierzig Jahr alt, kaum von mittler Größe, und kurze hellblonde Haare lagen schlicht und dicht an seinem blassen eingefallenen Gesichte. Er lebte sehr ruhig für sich und war niemals in den Fehden seiner Nachbarn verwickelt, auch sah man ihn nur selten außerhalb den Ringmauern seines kleinen Schlosses. Sein Weib liebte die Einsamkeit ebensosehr, und beide schienen sich von Herzen zu lieben, nur klagten sie gewöhnlich darüber, daß der Himmel ihre Ehe mit keinen Kindern segnen wolle.

Zum Weiterlesen:
Projekt Gutenberg-De: Tiecks „Der blonde Eckbert“

h1

Aktuell zu lesen II #3

März 24, 2010

Heute ein alter Klassiker..

    E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann

    Nathanael an Lothar

    Gewiss seid ihr alle voll Unruhe, dass ich so lange – lange nicht geschrieben. Mutter zürnt wohl, und Clara mag glauben, ich lebe hier in Saus und Braus und vergesse mein holdes Engelsbild, so tief mir in Herz und Sinn eingeprägt, ganz ung gar. – Dem ist aber nicht so; täglich und stündlich gedenke ich eurer aller und in süßen Träumen geht meines holden Clärchens freundliche Gestalt vorüber und lächelt mich mit ihren hellen Augen so anmutig an, wie sie wohl pflegte, wenn ich zu euch hineintrat. – Ach wie vermochte ich denn euch zu schreiben, in der zerrissenen Stimmung des Geistes, die mir bisher alle Gedanken verstörte! – Etwas Entsetzliches ist in mein Leben getreten!

Zum Weiterlesen:
Projekt Gutenberg-De: Hoffmanns „Der Sandmann“