Archive for the ‘verlinkt’ Category

h1

Links #8

Mai 23, 2010

Eigentlich sollten diese Linksammlungen dazu dienen, empfehlenswerte/interessante Verlinkungen zu bündeln, aber da ich zur Zeit absolut nicht zum Bloggen komme, drohen sie Überhand zu nehmen. Oder dominieren den Blog schon. Wieauchimmer.
Jedenfalls werde ich das ab jetzt noch weiter zusammenfassen, auf einmal die Woche. Das dürfte eine Verbesserung sein, denke ich.
Also dann:

Links für KW 20

  • Zukunft des Buches: Mehr scannen, weniger lesen

      „Ich leugne, dass es sich [bei der Digitalisierung von Büchern] um eine neue Lesekultur handelt“, zürnte Frühwald.
      Unter Berufung auf Maurice Blanchot beklagte Wellershoff Infotainment und Überproduktion: Alles sei da, alles zu viel, und alles signalisiere Bedeutung.

  • Fotoreihe: Himmel über Gaza
  • Datenschutz: Google an die Leine

      Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der deutschen Debatte über das Internet, dass der Daten sammelnde Staat weitaus misstrauischer beobachtet wird als die Daten sammelnden Netzgiganten.
      Denn auch in der digitalen Welt führt der Verzicht auf Regulierung gerade nicht zu einem Zugewinn an Freiheit, sondern bloß dazu, dass sich der Stärkere, der Lautere, der besser Organisierte durchsetzt

  • Lebenshilfe durch Desgignerpillen: Schöne neue Hirne

      „Der ursprüngliche Zweck der Medizin“, schrieb der amerikanische Intellektuelle Francis Fukuyama über die Biotechnologien, „ist es, die Kranken zu heilen und nicht, gesunde Menschen zu Göttern zu machen.
      Vigil, Exelon, Cipralex, Adderall, Ritalin, Dexedrine und unzählige andere Medikamente wurden eigentlich gegen ADHS entwickelt, gegen Angstzustände, Depressionen, Alzheimer oder Narkolepsie. Sie sollten heilen.
      Aber mit ihren Wirkstoffen wie dem amphetaminähnlichen Stimulanzmittel Methylphenidat, dem Wachmacher Modafinil oder D-Amphetamin hoffen eben auch völlig Gesunde, sich besser zu konzentrieren, mehr leisten zu können und dabei auch noch viel weniger zu schlafen. Sie werden glücklich, vielleicht sogar euphorisch. Natürlich ohne Anstrengung und ohne Überwindung. Das ist das Begehrliche daran. Und genau das, was vielen daran aufstößt: die Leichtigkeit, mit der auf einmal der posthumane Mensch geschaffen werden soll.

  • h1

    Links #7

    April 22, 2010

    Links für 2010-04-22

  • Reihe: Managing Ctrl-Verlust
      Das Internet wird immer mehr auch Diskussionsgegenstand der klassischen öffentlichen Debatten. Das ist gut, aber selten schön anzuschauen.
  • „Hoffentlich zerschellen wir an einem Berg“
    Die Passagierin Angelika Niall saß in der Boeing 747, die am 24. Juni 1982 durch Vulkanasche flog

      Keiner brach in Panik aus. Hinterher haben wir gefragt, warum und sind zu dem Schluss gekommen, dass Panik nur dann ausbricht, wenn man noch denkt, man könne sich retten.
  • CIA Red Cell: Why Counting on Apathy Might Not Be Enough
    (Der nachfolgende Punkt bezieht sich auf dieses Dokument)
  • Die Furcht der CIA vor den Toten des Kriegs in Afghanistan

      Die Internetplattform „Wikileaks” […] hatte bereits zuvor ein Papier des US-Geheimdienstes im Internet veröffentlicht, Titel: „Afghanistan: Aufrechterhaltung der Westeuropäischen Unterstützung für die Nato-geführte Mission – weshalb es nicht ausreichen könnte, auf Gleichgültigkeit zu zählen”.
      In der Vergangenheit habe man bei Truppenaufstockungen auf die Gleichgültigkeit der Bevölkerung bauen können. Umfragen hätten ergeben, dass die Wähler Afghanistan nicht als „unser Problem” betrachten.
      Wörtlich heißt es: „Deutsche Verluste… könnten der entscheidende Punkt dafür sein, dass sich passive Ablehnung in aktive Rufe nach einem sofortigen Truppenabzug verwandelt.”
      Und was empfehlen die Geheimdienstler, um diesem Szenario zu begegnen: maßgeschneiderte Botschaften. Eine Maßnahme könne die Versicherung sein, dass Deutschland bei der Mission ein geschätzter Partner sei – genau diese Botschaft transportierte Stanley McChrystal, US-General und Oberkommandierender der Schutztruppe in Afghanistan, am Mittwoch während seines Besuchs in Berlin.
      Außerdem heißt es in dem Strategiepapier, dass Westeuropäer größere militärische und zivile Opfer tolerieren könnten, wenn es eine klare Verbindung zwischen dem Ergebnis in Afghanistan und ihren eigenen Prioritäten gebe. Es müssten Botschaften vermittelt werden, die die Konsequenzen einer Nato-Niederlage „dramatisieren”, etwa eine größere Terrorgefahr in Deutschland, Drogen- sowie Flüchtlingszufluss.
      Andererseits könnten afghanische Frauen als ideale Botschafter dienen, um die ISAF beim Kampf gegen die Taliban human erscheinen zu lassen. Die Frauen könnten über ihre Erfahrungen unter dem Taliban-Regime berichten, ihre Zukunftspläne schildern und ihre Furcht vor einem Sieg der Taliban verdeutlichen. Zum Abschluss ihrer Überlegungen schlägt die „Rote Zelle” vor, diese Frauen in die Medien zu bringen – und zwar auf jene Kanäle, die ein großes Publikum mit einem überproportionalen Frauenanteil unter den Zuschauern haben.

  • Parteienfinanzierung:
    Spenden nach Unternehmen, Verbänden & natürlichen Personen
    Spenden nach Branche
  • h1

    Links #6

    April 12, 2010

    Links für 2010-04-12

  • faz.net: Internet: Das Unbehagen an der Macht
      Evgeny Morozov: […] Wir fördern die Freiheit im Internet um der Freiheit willen.
      Morozov: […] Wenn wir uns aber nur darauf konzentrieren, wie sich Menschen vor, während und nach Wahlen mit Hilfe sozialer Medien koordinieren, dann entgehen uns viele andere, zumal die langfristigen Wirkungen des Internets auf das öffentliche, soziale und politische Leben in autoritären Staaten.

  • kurier.at: Jüngster [österreichischer] Akademiker über Bildung & Talent
      Lässt sich das nur auf die Bildung umlegen?
      [Marian Kogler:]
      Natürlich. Wenn wir jetzt in Bildung investieren, bekommen wir das in 20 bis 30 Jahren doppelt und dreifach zurück. Irgendwie versteht das niemand.
      Stichwort: Politikverdrossenheit der Jugend.
      Man hat das Gefühl, nicht gehört zu werden. Man demonstriert für bessere Studienbedingungen und nichts passiert. Man protestiert gegen das Schulsystem und nichts passiert. Man will etwas erneuern und nichts passiert. Die Rufe verhallen.

  • faz.net: Wir können Google beherrschen
      Google wird aber auch wegen einer Vielzahl von Aktivitäten kritisiert, die Datenschutz und Privatsphäre betreffen. Dies bezieht sich nicht nur auf Street View, sondern auch auf zwei Dienste, deren Technik und Zulässigkeit für Laien nicht leicht nachzuvollziehen sind: zum einen die bis zu achtzehnmonatige Speicherung von Suchabfragen, zum anderen das Webanalyse-Werkzeug Analytics, das auf knapp der Hälfte der 10 000 meistgenutzten deutschen Websites installiert ist, jede dort besuchte Seite an Google-Server im Ausland übermittelt und durch die Speicherung von Internetprotokoll-Adressen die Erstellung website-übergreifender Bewegungsprofile ermöglicht. Dabei ist die Regel, dass ohne Verbindungdaten zwar der Rechner, nicht aber die Person identifizierbar ist – und nur, wenn keine dynamischen IP-Adressen verwendet werden.

  • sueddeutsche.de: Theater: Amok an Schulen
  • spiegel.de: Britischer Online-Wahlkampf: Machtlos gegen die Ohrfeigen-Maschine
      Wer heutzutage nur stümperhaft mit digitaler Technologie umgehen kann, gilt als nicht regierungswürdig.
      Ach, so ist das.
      Eine Erfindung, die zum Ventil für Politikverdrossene werden soll, ist das Slap-O-Meter der Londoner Werbeagentur Albion. Die Anwendung lässt User die drei Spitzenkandidaten Brown, Cameron und den Liberaldemokraten Nick Clegg ohrfeigen – der Cursor fungiert als Hand. Die Macher hoffen, dass die Seite vor allem während der drei geplanten Fernsehdebatten Zulauf findet: Zuschauer sollen hier die Kandidaten für besonders dämliche Sätze live abstrafen können. Zähler und Grafiken zeigen, wer der Unbeliebteste der Drei ist.
  • h1

    Links #5

    März 29, 2010

    Links für 2010-03-29

  • Facebook verteidigt Datenweitergabe an Dritte
      „Sie sind von Beginn an automatisch dabei“, schreibt TechCrunch, „Wie praktisch.“
  • EU-Kommissarin Cecilia Malmström über Kindesmissbrauch: „Dunkle Ecken des Internets aufräumen“
      Viele Bürger sind zu Recht besorgt, dass Regierungen im Interesse der Sicherheit mit einem Übermaß an Vorschriften gegen die unterschiedlichsten Arten von Bedrohungen – vom Cyber-Terrorismus bis hin zu Hasspredigten – vorgehen könnten.
      Handeln wir nicht, so könnten die potentiellen Nutzer solcher Websites das Betrachten derartiger Bilder mit der Zeit womöglich als normal ansehen.
      Außerdem haben die Inhalteanbieter die Möglichkeit, gegen ihrer Ansicht nach ungerechtfertigte Entscheidungen vorzugehen.
  • Gedächtnistraining im Schlaf: Lernen über Nacht
    Interview der Zeit mit dem Schlafforscher Jan Born

      ZEIT: Wird es bald möglich, von außen auf die Prozesse im Schlaf einzuwirken?
      Born: Das geht bereits. Deltawellen im Tiefschlaf können wir mit Medikamenten oder durch elektrische Stimulation beeinflussen. Wir können auch gezielt das Lernen von Vokabeln verstärken, indem wir es mit einem Duft koppeln und diesen im anschließenden Deltaschlaf erneut darbieten. So ein Duft stört den Schlafenden nicht, reaktiviert aber das zuvor Gelernte. Vokabeln werden dann besser ins Langzeitgedächtnis übertragen.
  • h1

    Links #4

    März 25, 2010

    Links für 2010-03-25

  • Kay Oberbeck (Google-Sprecher) zum Rückzug des Unternehmens aus China
    Quelle: @DRadioWissen
  • ACTA-Leak vom 18.01.2010
    bei werebuild.eu oder La Quadrature du Net (PDF)
  • Interview mit Kristen Stewart
      Im zweiten Teil hat Bella mit zwei Jungs zu tun, die um ihre Zuneigung kämpfen. Jacob ist in ihrer Gegenwart und auch in ihrer Zukunft sehr viel präsenter.
      KRISTEN STEWART Sie denkt, sie wird verrückt und kann nicht verstehen, warum sie nur zu diesen Monstern aus einer anderen Welt Bindungen aufbauen kann. Es ist eigentlich ziemlich traurig, weil es typisch für Mädchen ist, ein Idealbild von einem Mann zu haben und dann darum kämpfen muss, dass du bei ihm bleiben kannst. Und dann gibt den Gegenspieler, der dir sehr nahe ist und der dich wirklich will – aber er ist das genaue Gegenteil. Es ist bequem – aber du willst mehr als das. Es grenzt schon fast an Masochismus, weil sie sich bewusst davon abwendet und nach ihrem Ideal sucht, obwohl es sie verletzen könnte. Sie braucht das Feuer von Edward anstatt die lauwarme Flamme von Jacob.
      Interessieren Sie sich für die Unsterblichkeit?
      KRISTEN STEWART
      Nein.
  • h1

    Links #3

    Februar 4, 2010

    Links für 2010-02-04

  • zeit.de: 3x klingeln = Terrorist
    Jede Kontonummer, jedes Klingelzeichen – was Vorratsdatenspeicherung wirklich bedeutet und warum es besser wäre, nicht den Zugriff, sondern die Speicherung zu stoppen.
  • taz.de: Die Blicke der Überlebenden
    Wie ist das, wenn eine Stadt in Trümmern liegt? Und wenn man als Journalist, statt zu helfen, nur Notizen macht? Ein Erfahrungsbericht aus Haiti
  • bbc.uk: A rare glimpse of the cave of crystals
  • h1

    Links #2

    Januar 28, 2010

    Links für 2010-01-28

  • Interview der ZEIT mit Rudolf Jaenisch
    Epigenetik: „Unsere Gene unterhalten sich mit der Umwelt“

      Jaenisch: „Als die erste Maus kloniert war, das war in Hawaii, bin ich da sofort hingefahren. Ich war völlig begeistert und habe sofort mein Labor umgestellt und den Mechanismus studiert. Als wir die geklonten Tiere dann sehr genau untersuchten, wurde es schnell klar, dass das keine gesunden Tiere waren. Die waren viel größer, hatten Flüssigkeit im Gewebe eingelagert und die meisten starben sehr früh. Es lag daran, dass wir die epigenetische Reprogrammierung, die gleich nach der Befruchtung im Ei stattfindet, im Labor nicht nachmachen konnten. Und auch nie so werden machen können. Das bei einem Menschen zu versuchen, wäre völlig indiskutabel.“
      Jaenisch: „[…] Ich weiß nur, dass ich gerne ein ganz starkes Argument gegen das Klonen hätte, das ich aber nicht habe.“
      Jaenisch: „2001 gab es im amerikanischen Kongress eine Anhörung über das Klonen und da las die Chefin einer Firma, die die Erlaubnis zum Klonen haben wollte, den Brief von einem Rechtsanwalt aus Chicago vor. Er schrieb, der glücklichste Tag seines Lebens sei gewesen, als sein Sohn geboren worden sei, und sein traurigster Tag war, als er nach neun Monaten starb. Er flehe den Kongress an zu erlauben, dass sein Sohn eine zweite Chance bekommt. Totaler Blödsinn – weil ja eben ein Klon nicht mehr der gleiche Sohn ist.
      Dann kam ein sehr überlegter Bioethiker, der erklärt hat, was die Probleme seien, warum das nicht richtig ist. Privat sagte er mir später, dass es einer seiner schlimmsten Momente war. Seine Tochter war gerade vergewaltigt und ermordet worden. Da musste er mit klar kommen, und dann kam diese Frau und redete darüber, einem toten Kind eine zweite Chance zu geben. Das hat mich ungeheuer beeindruckt, wie er das hinbekommen hat, dagegen zu argumentieren mit den wissenschaftlichen Fakten – nicht mit Wunschdenken.“
      Jaenisch: „[…] Es gibt Versuche, bei denen man Parkinsonpatienten Nervenzellen aus den Gehirnen abgetriebener Feten implantiert hat. Das funktioniert tatsächlich, aber das ist ein ungeheuer schwieriger Versuch, und für einen Patienten benötigt man die Zellen von 12 Feten. Außerdem kann man so nur die Bewegungsstörungen behandeln und Parkinson ist viel mehr als das.“