Archive for the ‘Politik’ Category

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WikiLeaks

April 12, 2010
  • zeit.de: Wikileaks: Leak in eigener Sache
      Feindliche Geheimdienste, Streitkräfte und Terroristen könnten auf Basis der auf Wikileaks erschienenen Dokumente „Angriffe gegen US-Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Vereinigten Staaten planen“, heißt es im Bericht. Zudem könnten noch brisantere Interna durchsickern. Könne doch nicht ausgeschlossen werden, dass „Angestellte oder Maulwürfe im Verteidigungsministerium oder anderswo in der US-Regierung Wikileaks.org sensible oder als geheim eingestufte Informationen zur Verfügung stellen“.
      Bei Wikileaks geht man nonchalant mit der Bedrohung um. In einer Erklärung heißt es: „Zwei Jahre sind vergangen, seit der Report erstellt wurde, und keine einzige Wikileaks-Quelle wurde bloßgestellt – offenbar war der Plan ineffizient.“ Sonst kommentieren die Macher der Seite den Bericht nicht.
  • guardian.co.uk: Who watches WikiLeaks?
      The organisers approached John Young, who ran another website that posted leaked documents, Cryptome, and asked him to register the WikiLeaks website in his name. Young obliged and was initially an enthusiastic supporter but when the organisers announced their intention to try and raise $5m he questioned their motives, saying that kind of money could only come from the CIA or George Soros. Then he walked away.
      Two years ago, a Swiss bank persuaded a US judge to temporarily shut down the WikiLeaks site after it published documents implicating the Julius Bare bank in money laundering and tax evasion. That revealed WikiLeaks‘ vulnerability to legal action and it sought to put itself beyond the reach of any government and court by moving its primary server to Sweden which has strong laws to protect whistleblowers.
      „One of the things I find offensive about their operations is their willingness to disclose confidential records of religious and social organisations. If you are a Mormon or a Mason or a college girl who is a member of a sorority with a secret initiation ritual then WikiLeaks is not your friend. They will violate your privacy and your freedom of association without a second thought. That has nothing to do with whistleblowing or accountability. It’s simply disclosure for disclosure’s sake.“
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    Links #6

    April 12, 2010

    Links für 2010-04-12

  • faz.net: Internet: Das Unbehagen an der Macht
      Evgeny Morozov: […] Wir fördern die Freiheit im Internet um der Freiheit willen.
      Morozov: […] Wenn wir uns aber nur darauf konzentrieren, wie sich Menschen vor, während und nach Wahlen mit Hilfe sozialer Medien koordinieren, dann entgehen uns viele andere, zumal die langfristigen Wirkungen des Internets auf das öffentliche, soziale und politische Leben in autoritären Staaten.

  • kurier.at: Jüngster [österreichischer] Akademiker über Bildung & Talent
      Lässt sich das nur auf die Bildung umlegen?
      [Marian Kogler:]
      Natürlich. Wenn wir jetzt in Bildung investieren, bekommen wir das in 20 bis 30 Jahren doppelt und dreifach zurück. Irgendwie versteht das niemand.
      Stichwort: Politikverdrossenheit der Jugend.
      Man hat das Gefühl, nicht gehört zu werden. Man demonstriert für bessere Studienbedingungen und nichts passiert. Man protestiert gegen das Schulsystem und nichts passiert. Man will etwas erneuern und nichts passiert. Die Rufe verhallen.

  • faz.net: Wir können Google beherrschen
      Google wird aber auch wegen einer Vielzahl von Aktivitäten kritisiert, die Datenschutz und Privatsphäre betreffen. Dies bezieht sich nicht nur auf Street View, sondern auch auf zwei Dienste, deren Technik und Zulässigkeit für Laien nicht leicht nachzuvollziehen sind: zum einen die bis zu achtzehnmonatige Speicherung von Suchabfragen, zum anderen das Webanalyse-Werkzeug Analytics, das auf knapp der Hälfte der 10 000 meistgenutzten deutschen Websites installiert ist, jede dort besuchte Seite an Google-Server im Ausland übermittelt und durch die Speicherung von Internetprotokoll-Adressen die Erstellung website-übergreifender Bewegungsprofile ermöglicht. Dabei ist die Regel, dass ohne Verbindungdaten zwar der Rechner, nicht aber die Person identifizierbar ist – und nur, wenn keine dynamischen IP-Adressen verwendet werden.

  • sueddeutsche.de: Theater: Amok an Schulen
  • spiegel.de: Britischer Online-Wahlkampf: Machtlos gegen die Ohrfeigen-Maschine
      Wer heutzutage nur stümperhaft mit digitaler Technologie umgehen kann, gilt als nicht regierungswürdig.
      Ach, so ist das.
      Eine Erfindung, die zum Ventil für Politikverdrossene werden soll, ist das Slap-O-Meter der Londoner Werbeagentur Albion. Die Anwendung lässt User die drei Spitzenkandidaten Brown, Cameron und den Liberaldemokraten Nick Clegg ohrfeigen – der Cursor fungiert als Hand. Die Macher hoffen, dass die Seite vor allem während der drei geplanten Fernsehdebatten Zulauf findet: Zuschauer sollen hier die Kandidaten für besonders dämliche Sätze live abstrafen können. Zähler und Grafiken zeigen, wer der Unbeliebteste der Drei ist.
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    Digital Economy Bill

    April 9, 2010

    zeit.de: Digital Economy Bill: Briten beschließen Netzsperren

      Lediglich 236 von 650 Mitgliedern des House of Commons waren anwesend, als das derzeit wohl wichtigste britische Gesetz zum Thema Internet verabschiedet wurde.

      Damit droht jedem, der verdächtigt wird, über das Internet illegale Inhalte zu nutzen, dass sein Zugang verlangsamt oder gesperrt wird. Das bedeutet, dass das Netz auch abgeklemmt werden kann, wenn jemand in dem Haushalt verdächtigt wird, Urheberrechte zu verletzen. Eine gerichtliche Untersuchung ist nicht vorgesehen. Bei einem Einspruch des Betroffenen liegt die Beweislast bei ihm.

      Gleichzeitig müssen Internetanbieter dafür sorgen, dass über ihre Leitungen nichts Illegales läuft. Im Zweifel also haben sie zu überwachen, was sich ihre Kunden so ansehen. […] Und das meint auch jeden, der offene Wlan-Zugänge zur Verfügung stellt […].

    carta.info: Digital Economy Bill: Großbritannien testet neues Urheberrechts-Kontrollregime

      Das Gesetz enhält kein Thres-Strikes-Modell im klassischen Sinn – sehr wohl aber ein abgestuftes Mahnwesen gegen illegales Downloaden. Die Provider müssen ihren Nutzern auf Hinweise von Urheberrechtsinhabern hin Mahnbriefe schicken. Fruchten die Mahnbriefe nicht, wird die Regulierungsbehörde Ofcom technische Sanktionen vorschlagen, die von einer Reduzierung der Zugangsgeschwindigkeit bis zur Unterbrechung des Internetzugangs reichen können.
      Bemerkenswert an dem Gesetz ist, dass die Sanktionsmaßnahmen erst im Laufe der Zeit und unter Aufsicht eines Regulierers entwickelt werden. Der gesamte Ansatz ist also als “trial-and-error”-Prozess angelegt.

    zdnet.co.uk: MPs approve Digital Economy Bill, voting 189 to 47

      Clause 18 of the bill was also taken out, but it was replaced with a new Clause 1, which has the same effect — to make it possible for ISPs to be forced to block access to websites that host copyrighted material. This has raised fears of a new wave of censorship in the UK — in Wednesday’s debate, MPs pointed out that Wikileaks could be banned for leaking material which governments could claim as copyrighted, for example.

    Die Reaktion des größten Providers TalkTalk, gegen das Gesetz vorgehen zu wollen, findet sich hier.

    Kleine Übersicht: http://debillitated.heroku.com/

    [Links in den zitierten Teilen übernommen, Rechtschreibfehler auch]

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    Kriegstrauma am Beispiel Barry Romo

    April 6, 2010

    spiegel.de: Vietnam-Trauma: Nachts, wenn die Toten zurückkommen

      Viele ehemalige US-Soldaten haben im Kampf gegen ihre Alpträume kapituliert: Bereits 60.000 nahmen sich das Leben – mehr, als im Krieg gefallen sind.
      Unerträglich ist das letzte kurze Klagen, bevor ein Leben vergeht. Die unsägliche Stille danach, die die Brust zerreißt.
      Die Sängerin [Joan Baez], der Reverend [Michael Allen], [Telford] Taylor und der Veteran reisen im Winter nach Hanoi, in die Hauptstadt des Feindes. Um dort eine USA zu repräsentieren, die den Krieg kritisiert. In Hanoi müssen sie im Keller Schutz suchen. Nixon lässt die Hauptstadt der Nordvietnamesen bombardieren. „Die Vietnamesen haben zuerst uns in Sicherheit gebracht. Ich habe mich geschämt“, sagt der 62-Jährige heute.


    Interessant finde ich, dass verschiedene Lebensabschnitte in Barry Romos Leben klar unterschieden werden; zuerst ist die Rede von dem Soldat Barry Romo, später vom Zivilisten, dann vom Studenten. Als hätte er immer wieder versucht, neu anzufangen.

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    Links #5

    März 29, 2010

    Links für 2010-03-29

  • Facebook verteidigt Datenweitergabe an Dritte
      „Sie sind von Beginn an automatisch dabei“, schreibt TechCrunch, „Wie praktisch.“
  • EU-Kommissarin Cecilia Malmström über Kindesmissbrauch: „Dunkle Ecken des Internets aufräumen“
      Viele Bürger sind zu Recht besorgt, dass Regierungen im Interesse der Sicherheit mit einem Übermaß an Vorschriften gegen die unterschiedlichsten Arten von Bedrohungen – vom Cyber-Terrorismus bis hin zu Hasspredigten – vorgehen könnten.
      Handeln wir nicht, so könnten die potentiellen Nutzer solcher Websites das Betrachten derartiger Bilder mit der Zeit womöglich als normal ansehen.
      Außerdem haben die Inhalteanbieter die Möglichkeit, gegen ihrer Ansicht nach ungerechtfertigte Entscheidungen vorzugehen.
  • Gedächtnistraining im Schlaf: Lernen über Nacht
    Interview der Zeit mit dem Schlafforscher Jan Born

      ZEIT: Wird es bald möglich, von außen auf die Prozesse im Schlaf einzuwirken?
      Born: Das geht bereits. Deltawellen im Tiefschlaf können wir mit Medikamenten oder durch elektrische Stimulation beeinflussen. Wir können auch gezielt das Lernen von Vokabeln verstärken, indem wir es mit einem Duft koppeln und diesen im anschließenden Deltaschlaf erneut darbieten. So ein Duft stört den Schlafenden nicht, reaktiviert aber das zuvor Gelernte. Vokabeln werden dann besser ins Langzeitgedächtnis übertragen.
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    Links #4

    März 25, 2010

    Links für 2010-03-25

  • Kay Oberbeck (Google-Sprecher) zum Rückzug des Unternehmens aus China
    Quelle: @DRadioWissen
  • ACTA-Leak vom 18.01.2010
    bei werebuild.eu oder La Quadrature du Net (PDF)
  • Interview mit Kristen Stewart
      Im zweiten Teil hat Bella mit zwei Jungs zu tun, die um ihre Zuneigung kämpfen. Jacob ist in ihrer Gegenwart und auch in ihrer Zukunft sehr viel präsenter.
      KRISTEN STEWART Sie denkt, sie wird verrückt und kann nicht verstehen, warum sie nur zu diesen Monstern aus einer anderen Welt Bindungen aufbauen kann. Es ist eigentlich ziemlich traurig, weil es typisch für Mädchen ist, ein Idealbild von einem Mann zu haben und dann darum kämpfen muss, dass du bei ihm bleiben kannst. Und dann gibt den Gegenspieler, der dir sehr nahe ist und der dich wirklich will – aber er ist das genaue Gegenteil. Es ist bequem – aber du willst mehr als das. Es grenzt schon fast an Masochismus, weil sie sich bewusst davon abwendet und nach ihrem Ideal sucht, obwohl es sie verletzen könnte. Sie braucht das Feuer von Edward anstatt die lauwarme Flamme von Jacob.
      Interessieren Sie sich für die Unsterblichkeit?
      KRISTEN STEWART
      Nein.
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    Als Bundeswehrärztin in Afghanistan

    November 1, 2009

    Die Zeit hat mit Heike Groos, einer Bundeswehrärztin, die mehrmals in Afghanistan war, ein Interview geführt.

    In diesem Interview erzählt sie von Dingen, die mir absolut fremd sind; ich war noch nie im Mittleren Osten, habe noch nie ein Kriegsgebiet besucht. Geschweige denn habe ich Menschen anders sterben sehen als an natürlichen Ursachen. Und selbst da bin ich immer rausgeschickt, abgelenkt worden.

    Das Verhältnis zwischen Afghanen und Deutschen habe sich verändert, sagt sie. Ich habe mich mit diesem Krieg, diesem Konflikt (wie auch immer die politisch korrekte Bezeichnung lauten mag) zu wenig beschäftigt, um sagen zu können, dass ich mich auskenne. Vielleicht bin ich zu jung dazu, mehr als nur einen groben Überblick zu haben, vielleicht kommt verstärkend hinzu, dass Afghanistan nun mal ein Stückchen weit weg ist.

    In diesem Blogeintrag soll es auch nicht um den politischen Hintergrund mit seinen Irrungen und Wirrungen gehen, sondern viel mehr um das, was Heike Groos sagt:

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