Links für 2010-04-22
- Das Internet wird immer mehr auch Diskussionsgegenstand der klassischen öffentlichen Debatten. Das ist gut, aber selten schön anzuschauen.
Die Passagierin Angelika Niall saß in der Boeing 747, die am 24. Juni 1982 durch Vulkanasche flog
- Keiner brach in Panik aus. Hinterher haben wir gefragt, warum und sind zu dem Schluss gekommen, dass Panik nur dann ausbricht, wenn man noch denkt, man könne sich retten.
(Der nachfolgende Punkt bezieht sich auf dieses Dokument)
- Die Internetplattform „Wikileaks” [...] hatte bereits zuvor ein Papier des US-Geheimdienstes im Internet veröffentlicht, Titel: „Afghanistan: Aufrechterhaltung der Westeuropäischen Unterstützung für die Nato-geführte Mission – weshalb es nicht ausreichen könnte, auf Gleichgültigkeit zu zählen”.
- In der Vergangenheit habe man bei Truppenaufstockungen auf die Gleichgültigkeit der Bevölkerung bauen können. Umfragen hätten ergeben, dass die Wähler Afghanistan nicht als „unser Problem” betrachten.
- Wörtlich heißt es: „Deutsche Verluste… könnten der entscheidende Punkt dafür sein, dass sich passive Ablehnung in aktive Rufe nach einem sofortigen Truppenabzug verwandelt.”
- Und was empfehlen die Geheimdienstler, um diesem Szenario zu begegnen: maßgeschneiderte Botschaften. Eine Maßnahme könne die Versicherung sein, dass Deutschland bei der Mission ein geschätzter Partner sei – genau diese Botschaft transportierte Stanley McChrystal, US-General und Oberkommandierender der Schutztruppe in Afghanistan, am Mittwoch während seines Besuchs in Berlin.
- Außerdem heißt es in dem Strategiepapier, dass Westeuropäer größere militärische und zivile Opfer tolerieren könnten, wenn es eine klare Verbindung zwischen dem Ergebnis in Afghanistan und ihren eigenen Prioritäten gebe. Es müssten Botschaften vermittelt werden, die die Konsequenzen einer Nato-Niederlage „dramatisieren”, etwa eine größere Terrorgefahr in Deutschland, Drogen- sowie Flüchtlingszufluss.
- Andererseits könnten afghanische Frauen als ideale Botschafter dienen, um die ISAF beim Kampf gegen die Taliban human erscheinen zu lassen. Die Frauen könnten über ihre Erfahrungen unter dem Taliban-Regime berichten, ihre Zukunftspläne schildern und ihre Furcht vor einem Sieg der Taliban verdeutlichen. Zum Abschluss ihrer Überlegungen schlägt die „Rote Zelle” vor, diese Frauen in die Medien zu bringen – und zwar auf jene Kanäle, die ein großes Publikum mit einem überproportionalen Frauenanteil unter den Zuschauern haben.
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