- Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, daß man Flügel hat.
Helen Hayes


Bei manchen Büchern tu ich mir schwer. So auch bei Hoffmanns Sandmann, den ich seit diesem Blogeintrag schon gefühlte fünf Mal zu lesen angefangen, aber bisher kein einziges Mal beendet habe. Eigentlich ist dieses Ding ja nicht mal ein richtiges Buch, mit seinen 40und Seiten. Aber es ist so unhandlich wie.. wie.. mir fällt kein Vergleich ein. Es gebärdet sich beinahe wie Herr der Ringe, was den Zeitaufwand zum Lesen angeht.
Es ist, als bräuchte ich mehrere Tage für eine Seite, weil der Text so klebrig und langweilig ist, dass ich kaum vom Fleck komme.
Jedenfalls, eh – was ich eigentlich sagen will:
Ich erbrech hier auch gleich was..

Letzte Woche bekam ich eine Liste mit Büchern, die am besten bis zu den Sommerferien gelesen seien. Normalerweise würden mir diese geschätzt dreißig Bücher nichts ausmachen, aber bei Literatur aus dem 19. Jahrhundert..
Den Anfang macht ein Drama, meine ab-so-lu-te Lieblingsgattung:
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten!
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl euch diesmal fest zu halten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.
Habe es gestern in einem Rutsch durchgelesen und wieder einmal festgestellt, dass mir Alles, Alles lieber ist als ein Drama.
Seltsamerweise stehen Urfaust und Faust II nicht auf der Leseliste. Vielleicht gibts die dann nächstes Jahr, wer weiß.