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rohrohrzucker

April 14, 2008

Heute Abend Biokekse geknabbert.
Aus Langeweile Zutatenliste durchgelesen und vor Schreck an den staubtrockenen Dingern verschluckt. Das Wort “Rohrohrzucker” minutenlang irritiert als Rohr-Ohr-Zucker gelesen und vollkommen irritiert auf die Buchstaben gestarrt.
Die Buchstaben in einer anderen Wortgruppierung auszusprechen war unmöglich; meine Augen schienen sich daran aufgehängt zu haben, dass dort irgendwelcher Zucker roher Ohren miteingebacken wurde.
Jetzt, Minuten später und zum Gespött der restlichen Familie geworden, unheimlich erleichtert, dass es offensichtlich um rohen Rohrzucker ging und nicht um irgendwelche kleingehexelte und gemahlene Ohren. oO

Aber trotzdem.. erstaunlich, wie sehr man sich manchmal in einer Sackgasse festfahren kann, und wenn es nur um das richtige Gruppieren von Buchstaben innerhalb eines Wortes geht…

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uraltes ausgegraben

April 9, 2008

Der Mensch hat die Angewohnheit, sich viel wichtiger zu nehmen als er schlussendlich ist.
Denn was ist ein einzelner Mensch gegen die Massen, die durch eine Metropole pulsieren?
Was ist eine einzelne pulsierende Metropole gegen alle Metropolen der Welt?
Und was sind schon alle Metropolen der Welt gegen die Welt selbst?
Sieh aus dem Fenster – was ist schon die Erde, wenn du einen Stern siehst? Zwei Sterne, drei? Ein Universum, das All?

9.8.2006

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mal übers wetter reden

März 18, 2008

Wenn Leuten in Gesprächen die Themen ausgehen, beginnen manche von ihnen damit, übers Wetter zu reden.
Und weil mir grad nichts Weltbewegendes widerfährt, was es sich gebloggt festzuhalten lohnte, blogge ich nun eben übers Wetter:

Hier herrschen milde 16°C und es schneit munter vor sich hin.

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zurzeit zu lesen #3

März 14, 2008
    Nick Hornby: How To Be Good

    Ich stehe auf einem Parkplatz in Leeds, als ich meinem Mann sage, dass ich nicht länger mit ihm verheiratet sein möchte. Dabei ist Dave noch nicht mal bei mir auf dem Parkplatz. Er ist zu Hause und passt auf die Kinder auf, und ich habe nur angerufen, um ihn daran zu erinnern, dass er Molly eine Nachricht für ihre Klassenlehrerin mitgeben soll. Das andere … flutscht mir einfach so raus.

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zurzeit zu lesen #2

März 1, 2008

Hinter mir liegt eine leseintensive Woche; ich denke sogar, dass ich bisher noch nie so viel in so kurzer Zeit gelesen habe.
Eine Woche lang hartnäckig Harry Potter, jeden Tag einen Band.

Als ich gestern – an Tag 7 angelangt – zu dem englischen Band der Deathly Hallows gelangte, machte ich langsam. Ich nahm mir einen “potterfreien” Tag und das Fehlen des siebten Bandes auf Deutsch als Anlass, schön gemächlich in die Stadt zu schlendern und mir diese deutsche Übersetzung zu besorgen.
Bisher hatte ich das immer vor mir hergeschoben, zum Einen kam ich mit dem englischen Band durchaus zurecht und zum Anderen wäre das Ende seltsam definitiv gewesen, merkwürdig endgültig. Aber nun bin ich gestern also hingegangen, habe den vermutlich letzten Potter-Band meines Lebens gekauft und bin dann mit einem seltsamen Gefühl im Bauch aus dem Buchladen heraus.

Nachdem ich ihn Zuhause einigermaßen spektisch beäugte, von wegen, ob ich es wagen könne, den Band wirklich zu lesen, den letzten Band, habe ich dann heute Morgen mit ihm angefangen. Im Grunde, gab ich mir einen Schubs, könne ich es riskieren, immerhin habe ich ihn auf englisch schon gelesen und von daher sei kein Weltuntergang zu erwarten, wenn man das letzte Wort las und sich dann bewusst werde “Oh mein Gott, danach kommt nix mehr, das wars jetzt..”

Vermutlich kommt dieser Weltuntergangsgedanke daher, dass die deutschen Bände im Regal massiver wirken, sich nahezu ins Blickfeld drängen neben den vergleichweise unscheinbaren englischen. Von daher wirkt die Buchreihe wohl definitiver zu Ende, wenn man 7 deutsche Bücher da hat, statt 7 englischer.

Ich weiß eigentlich auch nicht, was ich sagen soll. Das Lesen hat jedenfalls gut getan, es war eine überraschend angenehme Abwechslung- und mhmmja.. zöge ich jetzt ein Resümee, sagte ich: “Leute, lest mehr!”
Vielleicht nicht unbedingt Harry Potter.. aber lest. Lesen ist wundervoll, wenn man sich darauf einlassen kann, in die Universen des geschriebenen Wortes eintauchen kann.
Und jetzt.. bin ich fast ein wenig frustriert, dass ich nichts mehr zu lesen habe.. und ich verspüre wie damals, als ich den englischen Band zu Ende gelesen hatte, wieder das Bedürfnis, Rowling zu schreiben und ihr irgenwie verständlich zu machen, dass ich das kleine Ausblick-Kapitel zum Schluss absolut nicht mag. Aber ich weiß nicht, wo diese Abneigung herrühren könnte. Vielleicht mag ich es ja einfach nicht, weil es definitiv einen Schluss markiert – ich weiß es nicht. Möglicherweise ist es der Versuch, an einer Kindheit, an etwas vergangenem festzuhalten, der damit schlussendlich sinnlos erscheint, sinnlos und nahezu lächerlich. Ich wurde mit Harry Potter groß und gegen Ende, vor allem bei Band 6 und 7 war meine Begeisterung längst nicht mehr so groß wie zu Beginn. Trotzdem ist es irgendwie seltsam, dass es jetzt zu Ende sein soll, nach vielen, vielen Jahren einfach zu Ende und dann noch mit einem so wenig zufriedenstellenden Ausblick am Schluss.

Aber ich weiß ja.. hier stehen 14 Bücher und wenn mal wieder zu viel Zeit da ist, die gefüllt werden möchte, dann hab ich was zu tun. Zumindest für eine Woche (:

Zurzeit zu Lesen#2:

    Joanne K. Rowling: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

    Die beiden Männer kamen aus dem Nichts, erschienen wenige Meter voneinander entfernt auf dem schmalen, mondhellen Weg. Einen Augenblick verharrten sie reglos, die Zauberstäbe einander auf die Brst gerichtet; dann erkannten sie sich, verbargen die Zauberstäbe unter ihren Umhängen und gingen rasch in dieselbe Richtung.
    “Neuigkeiten?”, fragte der Größere der beiden.
    “Hervorragende”, antwortete Severus Snape.